Wer wir sind

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Statut der Freienvertretung „Freie Welle“ bei DW – TV in Berlin

1. Grundlagen

Die freien Mitarbeiter/innen tragen zu einem hohen Teil dazu bei, dass der gesetzliche Programmauftrag der Deutschen Welle  erfüllt wird. Aus diesem Grund und vor dem Hintergrund ihrer arbeitsrechtlichen Situation ist die Sorge um die Arbeitsbedingungen freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein hohes Gut. Gestützt auf die seit der Urwahl 2010 gewachsene Struktur aus gewählten Vertretern des Sprecherrats vertritt  die Freienvertretung „Freie Welle“ seither deren Interessen bei der Deutschen Welle.
Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinne dieses Statuts sind alle, die wiederkehrend für die Deutsche Welle in freier Beschäftigung arbeiten. 

2. Aufgaben der Freienvertretung

2.1. Eine wesentliche Grundlage, Interessen vertreten zu können, ist Transparenz. Dies beinhaltet Kommunikation:
- der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander
- zwischen Freienvertretung und Personalrat
- zwischen Freienvertretung und Gewerkschaften
- zwischen Freienvertretung und Geschäftsleitung

Die Freienvertretung schafft die Strukturen, dies zu ermöglichen.

2.2. Sind strukturelle oder organisatorische Maßnahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant, ist die Freienvertretung der Ansprechpartner, der umgehend einbezogen werden soll.

2.3. Aufgabe der Freienvertretung ist es, zu solchen Maßnahmen Stellung zu beziehen und ihre Stellungnahme zu veröffentlichen.

2.4. Die Freienvertretung setzt sich darüber hinaus zum Ziel, Konflikte zu lösen, an denen freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt sind und die im direkten Gespräch auf Abteilungsebene nicht lösbar sind.

2.5. Die Beteiligungsrechte des Personalrats und die Aufgaben der Gewerkschaften bleiben unberührt.

3. Organisation der Freienvertretung

3.1. Sprecherrat

Im Sprecherrat findet der Informationsaustausch der freien Mitarbeiter untereinander statt. Er besteht aus den gewählten Vertretern der einzelnen Abteilungen/ Bereiche/ Redaktionen sowie den Freiensprechern und tagt mindestens einmal im Monat. Zu seinen wesentlichen Aufgaben zählen:
- die Kommunikation der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander zu ermöglichen. Dazu betreibt er ggf. Kommunikationsmittel, um die Vernetzung der Freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Mailverteiler etc.) zu fördern.
- die inhaltlichen Grundlagen zu erarbeiten, auf deren Basis die Freiensprecher nach außen treten.
- die Wahl der Freiensprecher
- bei Bedarf eine Vollversammlung aller freien Mitarbeiter zu organisieren

Die gewählten Mitglieder des Sprecherrats sind auch Ansprechpartner für die Abteilungsleiter.
Entscheidungen innerhalb des Sprecherrats werden nach dem Konsensprinzip gefällt.

3.2. Freiensprecher

Die drei gleichberechtigten Freiensprecher sind Ansprechpartner für die Geschäftsleitung, den Personalrat und die Gewerkschaften bei der Deutschen Welle und stehen mit diesen im regelmäßigen Gesprächskontakt. Bei Bedarf können sie Gespräche an Mitglieder des Sprecherrats delegieren.
Die drei Freiensprecher agieren nach dem Einstimmigkeitsprinzip. Ihre Funktion kann auch durch einen einzelnen Freiensprecher nach vorheriger Absprache ausgeübt werden.
Durch die Ausübung des Sprecheramts darf den gewählten freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kein Nachteil entstehen.

Wahlmodus

- die Freiensprecher werden von den in den Sprecherrat abgesandten Vertretern aus den Abteilungen gewählt.
- Die Wahl ist frei, gleich und geheim und findet alle zwei Jahre statt
- Wählbar sind alle freien Mitarbeiter
- Gibt es keine Nachrücker, so wählt der Sprecherrat mit Zweidrittelmehrheit für die Zeit bis zur nächsten turnusgemäßen Wahl einen kommissarischen Sprecher aus seinem Kreis
- Ist keiner der ursprünglich gewählten Vertreter mehr im Amt, so müssen Neuwahlen stattfinden.
- Freiensprecher können auf Antrag von fünfzig freien Mitarbeitern in einer Vollversammlung mit Zweidrittelmehrheit abgewählt werden.
- Freiensprecher können im Amt bleiben, auch wenn ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Deutschen Welle für maximal ein Jahr ruht.

Anhang

Kodex der Freienvertretung „Freie Welle“

  1. „Freie Welle“ ist die Freienvertretung bei der Deutschen Welle in Berlin. Sie vertritt die Interessen der dort arbeitenden freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  2. Die Kommunikation der Freienvertretung mit Repräsentanten der Deutschen Welle, freien und festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Welle und Dritten muss offen, transparent und nachvollziehbar verlaufen, insofern dabei keine Persönlichkeitsrechte direkt Betroffener verletzt werden.
  3. Kritik ist eine wesentliche Voraussetzung für Meinungs- und Pressefreiheit. Die Möglichkeit von Mitarbeitern, innerbetriebliche Kritik offen und ohne Angst vor Restriktionen zu äußern, ist die Basis für Loyalität zum Unternehmen.
  4. Die Freienvertretung strebt an, Kritik an Vorgängen bei der Deutschen Welle und den Arbeitsbedingungen in erster Linie intern und gegenüber den seitens der Deutschen Welle benannten Gesprächspartnern zu üben, mit dem Zweck, die kritisierten Missstände gemeinsam mit den Verantwortlichen zu überwinden. Die Kritik orientiert sich an den publizistischen Grundsätzen des Deutschen Presserats.

Die Freienvertretung ist sich bewusst, dass jede externe Kommunikation und Kritik an der Deutschen Welle besonderer Sorgfalt bedarf. Externe Kritik dient nicht dem Ziel, die Deutsche Welle herabzusetzen, sondern bezweckt die offene Auseinandersetzung über die Arbeit einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt.

 Dieses Statut wurde am 8.Februar 2011 vom Sprecherrat beschlossen und am 29. Januar 2013 mit absoluter Mehrheit geändert.

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